Aktuell:

Theaterfrühstück am Brandenburger Theater

10 Tage vor der Uraufführung: AHAED OF STRUWWELPETER

In lockerer Runde werden Anna Büge vom Förderverein „Freunde des Brandenburger Theaters“ und der Künstlerische Leiter des BT Frank Martin Widmaier nicht nur die Regisseurin Sofia Simitzis und Darsteller aus unserer neuen Musiktheater-Produktion „Ahead of Struwwelpeter – Struwwelpeter ganz neu“ vorstellen.

Wer könnte bessere Einblicke in diese Kammeroper von David Coleman und Irene Dische geben als die beiden Schöpfer selbst?

Countertenor Nicolas Ziélinski (Struwwelpeter) und David Coleman am Klavier werden Auszüge vorstellen und die bekannte österreichisch-amerikanische Autorin Irene Dische wird Fragen zu ihrem Libretto beantworten.

Eine Kooperation mit dem Ensemble Quillo und dem Förderverein Freunde des Brandenburger Theaters e.V.

SONNTAG, 20. OKTOBER 2019 UM 11.00 UHR

Brandenburger Theater, Grabenstraße 14, 14776 Brandenburg an der Havel

FOYER GROSSES HAUS

Der Eintritt ist frei.

AHEAD OF STRUWWELPETER

Kammeroper von David Robert Coleman und Irene Dische

Ein Projekt von Ursula Weiler & Ensemble Quillo in Kooperation mit dem Brandenburger Theater und der Northern Ireland Opera Belfast, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

 
Choo choo, choo-choo train
The future left on a one way train
The driver is loco, he drives day and night
The driver is coo coo, there´s no turning back
 

Fast zweihundert Jahre nachdem Heinrich Hoffmann seinen berühmten Kinderbuchklassiker „Struwwelpeter“ verfasste, schafft die bekannte österreichisch-amerikanische Autorin Irene Dische – laut Die Zeit die „Sibylle Berg Amerikas“ – einen „Struwwelpeter“ unserer Gegenwart. Dische erzählt die Geschichte eines Flüchtlingsjungen, der wegen seiner wilden Haare den Spitznamen „Struwwelpeter“ oder „Messy Peter“ trägt. Der Psychiater Doktor Hoffmann bringt ihn in eine wohlhabende, aber desolate und unglückliche Familie: Die Tochter verweigert das Essen, der Mutter brennen die Nerven, der Vater ist xenophob. Eine kollabierte Welt. Und Struwwelpeter hütet sein berührendes Geheimnis, weshalb er niemanden seine Haare schneiden lässt. Gibt es eine Zukunft für ihn?

Kongenial in einem Patchwork aus Traditionen und Stilen schreibt der britische Komponist David Robert Coleman die Musik dazu, musikalische Referenzen sind der Postminimalismus und die Hypermusik klassischer Zeichentrickfilme. Ein musikalischer Spaß und kammermusikalischer Ernst, ein neues Musiktheater für alle.

AHEAD OF STRUWWELPETER ist eine bitterböse Farce und eine abgrundtief schillernde Show mit einem bewegenden Ende, in Szene gesetzt von der griechisch-deutschen Regisseurin Sofia Simitzis und Team.

Auf der Bühne stehen hochkarätige internationale Gesangssolisten zusammen mit Ensemble Quillo – ein Zusammenschluss internationaler KünstlerInnen zu einem Ensemble für zeitgenössische Musik und Künste mit Basis in der Uckermark – sowie die Brandenburger Symphoniker.

Die Kammeroper, das bisher umfangreichste und anspruchsvollste Projekt des Ensembles Quillo, kommt am 30. Oktober 2019 im Großen Haus des Brandenburger Theaters zur Uraufführung.

Weitere Vorstellungen:

2020 gibt es weitere Vorstellungen an der Northern Ireland Opera.

LandQulTour

Die ersten beiden Touren durch jeweils zehn Orte der Uckermark sind Geschichte. Zeit für eine kleine fotografische Zwischenbilanz (Fotos: Anton Rau):

Prophetenkost

Sonnabend, 29. Juni 2019 > 19:30 Uhr > Haus Quillo

Prophetenkost und andere Gedichte von Günter Grass gelesen von Jürgen Flimm

Das Ensemble Quillo spielt in der Besetzung
Ursula Weiler > Flöte
Daniel Göritz > Gitarre
Dominic Oelze > Percussion

u.a. Werke von Alexandra Filonenko (INFINITY – Auftagswerk des Ensembles 2019), Sidney Corbett, Lars Opfermann

Und nie war seine Literatur schöner, als wenn er sie las.
Da uns Günter Grass seine Texte nicht mehr persönlich vortragen kann, wird der Urheber dieses Satzes, der langjährige Freund von Günter Grass, der Regisseur und ehemalige Intendant des Thalia Theaters Hamburg und der Berliner Staatsoper, Jürgen Flimm mit seiner eigenen Lesart die Lyrik von Günter Grass zum Klingen bringen. Der Geist der freundschaftlichen Verbundenheit prägt auch den musikalischen Teil des Abends. Drei Quillo-Akteure der ersten Stunde musizieren miteinander, deren Ensemblegeist wesentlich durch die Produktion von Henzes „El Cimarron“ in der Werkstatt der Berliner Staatsoper im Schillertheater gefördert wurde, eine Produktion, die maßgeblich durch die Fürsprache Jürgen Flimms und des ehemaligen Chefdramaturgen Jens Schroth möglich wurde.

Foto: Tom Schweers

Wir gehen auf LANDQULTOUR

Das Ensemble Quillo geht auf Landqultour durch die Uckermark. Hier der Fahrplan:

Reise in den Süden

Haus Quillo/Falkenhagen, 18.05.2019, 20:00 Uhr

Reise in den Süden – Das letzte Lebensjahr von Vincent van Gogh
Kammeroper von Maria Vatenina für Mezzosopran, Klarinette, Cello, Kalvier und Videoprojektion

Die Reise in den Süden folgt dem letzten Lebensjahr von Vincent van Gogh. Sie beginnt im Herbst 1889 und folgt der Korrespondenz des Künstlers mit dessen Bruder Theo bis zu seinem Lebensende im darauffolgenden Sommer. Die Korrespondenz ist die Grundlage für das Libretto, in dem ausschließlich Passagen des Briefwechsels verwendet werden. Die Vierteiligkeit des Stückes entspricht den vier Jahreszeiten.Van Gogh litt an Halluzinationen, Gedächtnisverlust und Zusammenbrüchen. Die Kammeroper schlägt den Bogen von seinem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt in Südfrankreich über seine Flucht vor den „gewalttätigen Farben des Südens“ Richtung Norden – zurück zu seinen Wurzeln. Über die Begegnung mit seinem Bruder Theo geht es weiter zu „den blassen Farben des Nordens, den Farben des Regens“. In seinen letzten Briefen schrieb Van Gogh: „Ich bin völlig versunken in die Weite der Weizenfelder vor den Hügeln, groß wie ein Meer, zartes Gelb, zartes Hellgrün, zartes Purpur eines gepflügten und unkrautigen Stücks … Ich bin ganz in der Stimmung von fast zu viel Ruhe, in der Stimmung, das zu malen. “ Wenige Tage nachdem er diese Briefe geschrieben hatte, erschoss er sich. Es geht um die Reise eines Künstlers, eines Menschen, einer Seele. Um die Suche nach dem Selbst und nach innerem Frieden. Die als Auftragswerk für das Ensemble Quillo entstandene Komposition der in Paris lebenden russischen Komponistin Maria Vatenina verbindet sich mit den Bildern der polnischen Videokünstlerin Izabela Barszcz zu einer zeitgenössischen Form des modernen Musiktheaters.

Eintritt 12,00 € / ermäßigt 8,00 €

Izabela Barszcz > Video

Ensemble Quillo:
Friederike Harmsen > Mezzosopran
Alexander Glücksmann > Klarinette
Luise Rau > Cello
Max Renne > Klavier

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, des Europäischen Sozialfonds, des Landkreises Uckermark und des Quillo e.V.

Quillo geht 2019 auf LandQulTour

Das Ensemble Quillo wird im Mai und Juni 2019 mit einer kleinen mobilen Bühne in der Uckermark unterwegs sein und auf Straßen und Plätzen mit kurzen Programmen auftreten – und damit nicht zuletzt neugierig machen auf mehr. Es sind jeweils zehn Stationen an insgesamt drei Tagen – die Proben haben begonnen!

Termine

Quillo on tour 1 29. bis 31. Mai

Quillo on tour 2 09. bis 11. Juni

Quillo on tour 3 19. bis 21. Juni

Sie wollen Gastgeber für die mobile Bühne der LandQulTour werden? Bewerben Sie sich!

Wir freuen uns auf Ihre Mail mit einer kurzen Begründung unter ensemble@quillo.net

Abschluss Reihe Neue Musik

Mit Werken von Krzysztof Penderecki verabschiedete sich das Ensemble Quillo am 30. Dezember 2018 aus einem bewegten Jahr voller Begegnungen, Projekten und natürlich voller Musik.

In der Besetzung: Julia Yoo Soon Gröning (Violine), Muriel Razavi (Viola), Luise Rau (Violoncello), Alexander Glücksmann (Klarinette), Carsten Schlottke (Performer) und Ursula Weiler (Moderation, Performer).

Fotos: Tom Schweers

Nowy Rok – Prosit Neujahr

Jahresendkonzert mit Werken von Krzysztof Penderecki

Das letzte Konzert der Reihe Neue Musik 2018 stellt zum ersten Mal im Haus Quillo Werke eines der wichtigsten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts vor, Krzysztof Penderecki. Beide Werke, das 1990/91 entstandene Streichtrio und das 1993 entstandene Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello, spiegeln den für Penderecki typischen Stilpluralismus, der nach den Werken der experimentellen Phase,  mit der Verwendung  von Cluster-, Klangfarben-, Geräusch-, Glissando- und Vibratotechniken, auch klangliche Anlehnungen an die spätromantische Klangwelt zulässt. Dieser Pluralismus zeigt sich auch in der unterschiedlichen formalen Anlage beider Werke: Das Trio besteht aus zwei schnellen, sehr verschieden gestalteten Sätzen, das Quartett ist traditionell viersätzig angelegt, aber in der Abfolge seiner vier Satzcharaktere individuell einzigartig: 1.Notturno. Adagio 2. Scherzo. Vivacissimo (attacca) 3. Serenade. Tempo di Valse (attacca) 4. Abschied. Larghetto                         
Als Gegensatz in Besetzung und Stil erklingt für Soloklarinette die Hommage á Manuel de Falla des ungarischen Klarinettisten und Komponisten Béla Kovács, die Melodien des Spaniers de Falla verarbeitet. Passend zum Motto Abwechslung eines Konzertes am Jahresende erklingt von John Cage die „Living Room Music“, die in ihrer Viersätzigkeit  zwar traditionell erscheint, aber für die Zuhörer und Zuschauer einige Überraschungen bietet!


Ensemble Quillo
Alexander Glücksmann > Klarinette
Julia Soon Gröning > Violine
Muriel Razavi > Viola
Luise Rau > Violoncello
Ursula Weiler > Performer
Carsten Schlottke > Moderation, Performer

Eintritt 12 € ermäßigt 8 €

Frohe Weihnachten!