Das Schiff Esperanza
Der junge Matrose Axel Grove heuert auf der Esperanza an. Unverhofft trifft er hier nach dreizehn Jahren auf seinen Vater, den Kapitän des rostigen Frachtschiffs. Nach den Kriegsjahren ist der einst vorbildhafte Marinekapitän zum zynischen Alkoholiker geworden. Im Frachtraum entdeckt der Sohn versteckte Auswanderer, die voller Hoffnung viel Geld für eine Überfahrt in die USA gezahlt haben.
Doch die «Esperanza»-Crew betreibt ein skrupelloses Schleppergeschäft: statt an Land werden die ahnungslosen Menschen jedes mal auf einer Sandbank und somit der tödlichen Flut ausgesetzt. Axel Grove weiß von dieser Unmenschlichkeit nichts. Er will nur schnell wieder von Bord, weg von seinem unmoralischen Vater – und tauscht kurz vor der vermeintlichen Ankunft heimlich mit einem der Auswanderer, der aus Angst auf der Esperanza zurückbleibt.
Als Reflexion der Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs geschrieben, bleibt «Das Schiff Esperanza» (1953) in seiner Wirkung auch heute zeitlos. Unmenschlichkeit, Kriegstraumata, Migration und individuelle Hoffnungen bilden ein Szenario, das auch in der gegenwärtigen Welt sichtbar ist.
Fred von Hoerschelmanns erfolgreiches Hörspiel wurde 2025 von theater.land als Schauspiel mit fünf Spieler:innen inszeniert und lief erfolgreich in Eisenhüttenstadt und Ribbeck.
Mit Pim Haensell, Felix Tittel, Paul Walther, Martha Tham, Andreas Klumpf
Regie & Produktionsleitung: Wolfram Scheller, Dramaturgie: aki nom, Bühne & Kostüm: Anne Hölzinger, Tonaufnahmen & Soundproduktion: Ilja Schierbaum, Licht & Ton: Paul Klinder
Die Produktion wurde 2025 gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburgs, des Landkreises Oder-Spree und der Hartmut und Iris Schelchen Stiftung. Das Gastspiel 2026 wird erneut vom MWFK gefördert.