Kommende Veranstaltungen Industriekultur

Im August und September präsentieren wir zwei weitere Veranstaltungen im Rahmen des diesjährigen Themenjahres 2021 „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung“ des Kulturland Brandenburg.

© Tom Schweers


Freitag, 27. August 2021
19:30 Uhr
Hof Quillo
Quillowstraße 47, 17291 Nordwestuckermark (OT Falkenhagen)

Sonntag, 29. August 2021
19:00 Uhr
Blechenhaus im Familiengarten Eberswalde
Am Alten Walzwerk 1, 16227 Eberswalde

Im Dazwischen von Industrie und Kultur

Zur Uraufführung kommen vier zeitgenössische Auftragswerke, die das Ensemble Quillo anlässlich des Themenjahres 2021 „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg“ des Kulturland Brandenburg an Komponisten des Brandenburgischen Vereins für Neue Musik vergeben hat. Entstanden sind vier Kompositionen, die konträre Klangwelten umspannen und auf je unterschiedliche Weise die Ambivalenz der Industriekultur entschälen: Sie bewegen sich zwischen digitalem Sound und den organischen Lauten der Instrumente, zwischen industriell anmutenden Geräuschkulissen und der Poesie des Erinnerns an eine längst vergangene Epoche. Es sind gleichsam Hybride aus industriell-mechanischen und organisch-künstlerischen Klangschichten, die nicht nur das Alte reflektieren, sondern auch das Neue weiterentwickeln. 

Uraufführungen 
Pèter Kőszeghy: ERZ
Benjamin Lang: Montageeber 
Giordano Bruno do Nascimento: Interface Factory
Helmut Zapf: …und unser Brot 

Alexander Glücksmann > Klarinetten, Luise Rau > Cello, Max Renne > Celesta, Carsten Schlottke > Moderation


Freitag, 3. September 2021
21:00 Uhr

Halle 54 im Rofin Gewerbepark
Coppistraße 3, 16227 Eberswalde

SEVEN SONGS for Sunrise UA
von Helmut Oehring

Helmut Oehring und das Ensemble Quillo setzen ihre Zusammenarbeit fort und präsentieren das Werk „SEVEN SONGS for Sunrise“ – eine Komposition zu dem weltbekannten Stummfilmklassiker und dreifachen Oscar-Preisträger „Sunrise – A song of Two Humans“ von Friedrich Wilhelm Murnau. Dabei ist Oehrings Musik weniger eine begleitende Filmmusik als vielmehr eine subtile, subversive Innenschau der Figuren, Szenen und der Storyline hinter den Filmbildern. In der Komposition für Septett-Besetzung treten die MusikerInnen instrumental und stimmlich in Interaktion zum Filmgeschehen und reflektieren klangsinnbildlich die sich zuspitzenden, ins Extreme gleitenden seelischen Zustände und Handlungen der ProtagonistInnen. „Durch die nonverbale Klangebene der Komposition und die komplexe Kommunikation zwischen den instrumentalen Stimmen, verdichtet sich zugleich die besondere Magie des Stummfilms: Sein Changieren zwischen einerseits archaischen, stereotypischen und andererseits hochkomplexen, artifiziellen Ausdrucksformen“, so Helmut Oehring.

In Eberswalde bringt das Ensemble Quillo den Stummfilmklassiker mit Oehrings Musik in einer neu erarbeiteten Fassung mit neuer Besetzung zur Uraufführung.

Helmut Oehring > Stimme, Ursula Weiler > Flöte, Luise Rau > Cello, Max Renne > Piano, Daniel Göritz > Gitarre, Felix Kroll > Akkordeon, Dominic Oelze > Percussion, Max Renne > Musikalische Leitung


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