Reise in den Süden

- hinzugefügt am: 05.05.2019

Haus Quillo/Falkenhagen, 18.05.2019, 20:00 Uhr

Reise in den Süden – Das letzte Lebensjahr von Vincent van Gogh
Kammeroper von Maria Vatenina für Mezzosopran, Klarinette, Cello, Kalvier und Videoprojektion

Die Reise in den Süden folgt dem letzten Lebensjahr von Vincent van Gogh. Sie beginnt im Herbst 1889 und folgt der Korrespondenz des Künstlers mit dessen Bruder Theo bis zu seinem Lebensende im darauffolgenden Sommer. Die Korrespondenz ist die Grundlage für das Libretto, in dem ausschließlich Passagen des Briefwechsels verwendet werden. Die Vierteiligkeit des Stückes entspricht den vier Jahreszeiten.Van Gogh litt an Halluzinationen, Gedächtnisverlust und Zusammenbrüchen. Die Kammeroper schlägt den Bogen von seinem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt in Südfrankreich über seine Flucht vor den „gewalttätigen Farben des Südens“ Richtung Norden – zurück zu seinen Wurzeln. Über die Begegnung mit seinem Bruder Theo geht es weiter zu „den blassen Farben des Nordens, den Farben des Regens“. In seinen letzten Briefen schrieb Van Gogh: „Ich bin völlig versunken in die Weite der Weizenfelder vor den Hügeln, groß wie ein Meer, zartes Gelb, zartes Hellgrün, zartes Purpur eines gepflügten und unkrautigen Stücks … Ich bin ganz in der Stimmung von fast zu viel Ruhe, in der Stimmung, das zu malen. “ Wenige Tage nachdem er diese Briefe geschrieben hatte, erschoss er sich. Es geht um die Reise eines Künstlers, eines Menschen, einer Seele. Um die Suche nach dem Selbst und nach innerem Frieden. Die als Auftragswerk für das Ensemble Quillo entstandene Komposition der in Paris lebenden russischen Komponistin Maria Vatenina verbindet sich mit den Bildern der polnischen Videokünstlerin Izabela Barszcz zu einer zeitgenössischen Form des modernen Musiktheaters.

Eintritt 12,00 € / ermäßigt 8,00 €

Izabela Barszcz > Video

Ensemble Quillo:
Friederike Harmsen > Mezzosopran
Alexander Glücksmann > Klarinette
Luise Rau > Cello
Max Renne > Klavier

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, des Europäischen Sozialfonds, des Landkreises Uckermark und des Quillo e.V.