zurück Zurück zur Übersicht

KONTRASTE

Samstag, 06.07.2013, 19.30 Uhr

Im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Reihe Neue Musik 2013 stehen Werke für Schlagzeug und Flöte. Die Bandbreite der Werke und der verschiedenen Gestaltungen könnte größer nicht sein: Einerseits das verschiedenste Spieltechniken fordernde Mourning Dove Sonnet des amerikanischen Schlagzeugers und Komponisten Christopher Deane für Vibraphone solo, andererseits das Metrum betonte, verwirrende Stück CaDance des in Dänemark lebenden Amerikaners Andy Pape für zwei Schlagzeuger. In Bettina Skrzypczaks Toccata Sospesa wird der Klanglichkeit der Flöte die Welt der Schlaginstrumente mit zwei Spielern gegenübergestellt, in Bruno Madernas Musica sue due dimensioni von1958 der natürlichen Klangwelt der Flöte die elektronische Klangwelt des Zuspieltonbandes; eines der ersten Werke überhaupt, in dem ein Live Instrument mit Live-Elektronik zusammen aufgeführt wird. In Morton Feldmans Why patterns? von 1978 wird der Kontrast der drei Klangfarben der drei Instrumente Flöte, Glockenspiel und Klavier durch das Kompositionsprinzip der drei relativ frei voneinander agierenden Stimmen wiederholt, allerdings wiederholen sich die melodischen Muster in zahlreichen Varianten und Abwandlungen in den einzelnen Stimmen,
so dass die für Feldman typische Wirkung eines Schwebens eintritt.

Ensemble Quillo:

Ursula Weiler > Flöte

Christian Langer > Schlagwerk

Dominic Oelze > Schlagwerk+ Klavier

Gefördert durch:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Kontraste2

konstraste_collage

Flöte, Viola, Harfe

Samstag, 2.11.2013 – 19.30 Uhr

Ensemble Quillo
Ursula Weiler > Flöte
Martin von der Nahmer > Viola
Anna Steinkogler > Harfe

Das zweite Konzert der Reihe Neue Musik 2013 widmet sich ganz einer festen Besetzung, für die seit den ersten Stücken von Claude Debussy und Arnold Bax (1915/1916) im Laufe der fast 100-jährigen Geschichte annähernd 200 Kompositionen entstanden sind. Die vier Werke des Abends geben einen Ausschnitt über die Vielfalt des Komponierens im 20. Jahrhundert: Der impressionistischen Klangsprache der Sonate von Claude Debussy, formal weit von der klassischen Sonatenanlage entfernt, kommt das Trio von Toru Takemitsu And then I knew ´twas wind (1992) sehr nahe; wie oft bei Takemitsu, ist der Bezug auf ein Naturelement wesentlich für den Charakter des Stückes, in dem der Komponist eine Synthese zwischen westlichen Kompositionstechniken und asiatischen Traditionen anstrebt. Von Sofia Gubaidulina, eine der bedeutendsten Komponistinnen des 20. Jahrhunderts, erklingt der Garten von Freuden und Traurigkeiten (1980). Das Stück, lange vor der Übersiedlung der Komponistin nach Deutschland entstanden, ist nicht nur Beleg für das hohe Maß an Konstruktion, sondern zeigt wie viele andere Stücke der Komponistin auch den Bezug zu außermusikalischen Inhalten, hier einem Text von Francisco Tanzer. Von einer der bedeutendsten Komponistinnen der jüngeren Generation, aus der Feder der Finnin Kaija Saariaho, stammt New Gates; ursprünglich als Teil der Ballettmusik Maa entstanden, ist auch in der Neufassung für Flöte, Viola und Harfe der Sinn des ursprünglichen Titel enthalten: Gates, Tore werden geöffnet.

Sofia Gubaidulina (1931)
Garten von Freuden und Traurigkeiten (1980)
Claude Debussy (1862-1918)
Sonate für Flöte, Viola und Harfe (1916)
Toru Takemitsu (1930-1996)
And then I knew ´twas wind (1992)
Kaija Saariaho (1952)
New Gates (1996)

Gefördert durch:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Kammerphilharmonie Uckermark e.V

ReiheNeueMusik2_front
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier

Samstag, 16. November 2013
19.30 Uhr
Das dritte Konzert der Reihe Neue Musik 2013 stellt ein Werk vor, das als eine der Gründungsurkunden der Neuen Musik bezeichnet werden kann: Die 1. Kammersinfonie op.9 von Arnold Schönberg. Entstanden 1906, rief das Werk bei der Uraufführung 1907 heftigste Ablehnung und Proteste hervor, die der Uraufführung bald den Beinamen „Skandalkonzert“ eintrugen. Das Werk steht auf der Schwelle zur atonalen Musik: Tonale Beziehungen sind vorhanden, werden aber durch den umfangreichen Gebrauch des Quartintervalls infrage gestellt. Die hohe Bedeutung des Werks für Schönberg selbst belegt sein Ausspruch: „Jetzt habe ich meinen Stil gefunden.“ Auch wenn dieser Stil sich kurze Zeit später radikal ändern sollte, zählte Schönberg das Werk zu seinen „allerbesten Sachen“. Das Werk erklingt im Konzert in der von Anton von Webern 1923 erstellten Bearbeitung für fünf Instrumente. Der 1947 geborene Salvatore Sciarrino geht in lo spazio inverso aus dem Jahr 1985 den Phänomenen nach, die für zahlreiche Werke seines Schaffens bezeichnend sind: Den Elementen Klang und Klangfarbe und der wichtigsten Ergänzung zum Klang, der Stille. Als Auftakt erklingt das 2006 entstandene Werk Sog des in Berlin lebenden Stefan Streich. Das Spektrum der Klangfarben wird in dem viersätzigen Stück erweitert durch die zusätzlichen Instrumente Bassflöte, Piccolo und Bassklarinette.

Ensemble Quillo
Ursula Weiler > Flöte
Alexander Glücksmann > Klarinette
Barbara Weigle > Violine
Nikolaus Hanjohr-Popa > Cello
Lutz Kohl > Piano

Stefan Streich (1961)
Sog (2007)

Salvatore Sciarrino (1947)
lo spazio inverso (1985)

Arnold Schönberg (1874 – 1951)
Kammersinfonie Nr. 1 op.9 (1906)
in der Bearbeitung von Anton von Webern

ReiheNeue3_vorder

Werken von Elliot Carter, Morton Feldman, Aziza Sadikova, Tom Rojo Poller, Julien Salemkour

Montag, 30. Dezember 2013
19.30 Uhr

EIN GUTES NEUES
JAHR 2014

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ensemble Quillo

Ursula Weiler > Flöte
Alexander Glücksmann > Klarinette
Dominic Oelze > Schlagwerk
Christian Langer > Schlagwerk

neue_silvester2