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Takemitsu Xenakis Carter

30.12.2011

Toru Takemitsu
Elliot Carter
Iannis Xenakis u.a.
zur Aufführung bringen
Ensemble Quillo:
Ursula Weiler > Flöte
Alexander Glücksmann > Klarinette
Daniel Göritz > Gitarre
Dominic Oelze > Percussion
Pavlin Nechev > Klavier
Carsten Schlottke > Moderation

Gefördert durch:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

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El Cimarrón

11.11.2011

Hans Werner Henze
El Cimarrón
(1969-1979)

 

Rezital für vier Musiker

Ensemble Quillo
Hubert Wild > Bariton
Ursula Weiler > Flöten
Daniel Göritz > Gitarre
Dominic Oelze > Schlagzeug

El Cimarrón „Über den Menschen sind die Götter. Ich weiß, dass sie fliegen können. Alles, wozu sie Lust haben, bringen sie fertig durch Zauberei. Warum haben sie nichts gegen die Sklaverei getan?“ In einem Altenheim in Kuba erzählt der 104-jährige ehemalige entlaufene Sklave Esteban Montejo dem Anfang zwanzigjährigen Ethnologen Miguel Barnet seine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Barnet wurde 1963 durch eine Zeitungsnotiz auf ihn aufmerksam. Die Lebensgeschichte entlaufener Sklaven mussten bis dahin in das Reich der Legenden verwiesen werden. Niemand kannte sie, ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen überlebten sie in den Wäldern. Auf Kuba wurden diese entlaufenen Sklaven als „Cimarrón“ bezeichnet. Mit Hans Magnus Enzensberger als Librettisten schuf Henze wenige Jahre nach den Aufzeichnungen Miguel Barnets seinen „El Cimarrón“ für einen Bariton und drei Instrumentalisten.

Bei „El Cimarrón“ handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht streng um eine Oper von Hans Werner Henze, sondern um ein Konzertstück mit szenischer Aktion. Es entstand dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Bariton William Pearson, dem Flötisten Karl Heinz Zöller, dem Perkussionisten Stomu Yamashta und dem Gitarristen Leo Brouwer. Gemeinsam erarbeiteten sich Hans Werner Henze und die vier Musiker die autobiographischen Erzählungen der realen Erlebnisse des entlaufenen Sklaven Esteban Montejo. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein musikalisches Dokument persönlicher Erlebnisse, die das Grauen der Sklaverei eindrücklich schildert und nicht vergessen lässt. Ohne Frage eine starke und sehr persönliche Geschichte.

Die Entstehung des Werkes erfolgte wohl größtenteils über den Weg der Improvisation der vier Musiker und dem Komponisten. Ausgangspunkt und Basis bildete der Bericht Estebans.

Die improvisierten Aktionen notierte sich Henze und ließ sie in die endgültige Partitur einfließen. Dieser improvisierende Charakter der damaligen Zusammenkunft lässt sich auch heute noch im Werk erkennen und übt seine Faszination innerhalb seines musikalischen Ablaufs aus. El Cimarrón ist kein Werk für einen Solisten und drei Begleitstimmen, sondern Ausdruck und Aussage vier gleichberechtigter musikalischer Partner. Die Behandlung der solistischen Stimme verkörpert eher einen lautmalerischen Erzählstil und keine Gesangsstimme im tradierten Sinne. Die Darstellung der Skala menschlicher Emotionen erreicht Henze über Sprechgesang, Flüstern, Schreien oder Lachen.

Formal unterteilt sich „El Cimarrón“ in fünfzehn betitelte Nummern, die sich unterschiedlichen Themen aus dem Leben Estebans widmen: Die Welt, Der Cimarrón, Die Sklaverei, Die Flucht, Der Wald, Die Geister, Die falsche Freiheit, Die Frauen, Die Maschinen, Die Pfarrer, Der Aufstand, Die Schlacht von Mal Tiempo, Der schlechte Sieg, Die Freundlichkeit und Das Messer. Dabei entwickelt Henze große Spannungsbögen, die über Momente der Stille und der Einsamkeit im Wald bis hin zu heftigen Aktionen reichen. Die Partitur ist stets als Subtext der Handlung zu begreifen.

Im Raum verschiedentlich aufgestellt sind die Instrumente. Damit verknüpft sich auch der jeweilige Ort der Aktion und die eigentlichen Handlung. So muss der Perkussionist stets zwischen seinen Instrumenten im Raum wechseln. Der Aktionismus der notierten Partitur übersetzt sich dabei in die Ebene des Raums. Seine stetige Interaktion und Improvisation bilden das Gerüst von „El Cimarrón“. Mit Hilfe von Requisiten, Videos und Projektionen setzt die Regie in einer weiteren künstlerischen Ebene die Geschehnisse aus dem Leben Estebans um.

Gefördert durch:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

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Hanns Eisler Portrait

22.10.2011

Hanns Eisler Portrait
(1898 – 1962)

Palmström op. 5
Nach Gedichten von Christian Morgenstern
Streichtrio op. 46
Lieder
Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben op. 70/
+ Film REGEN von Joris Ivens
Stefanie Wüst > Gesang
Ensemble Quillo:
Ursula Weiler > Flöte
Alexander Glücksmann > Klarinette
Katharina Hoetzenecker > Violine
Gregoire Simon > Viola
Thomas Kaufmann > Violoncello
Pavlin Nechev > Klavier

 

Das zweite Konzert der Reihe Neue Musik 2011 stellt Werke des deutschen Komponisten Hanns Eisler vor. Am Beginn des Abends stehen das Duo für Violine und Cello und Palmström, Studien über Zwölftonreihen. Beide Werke, 1924 und 1925 entstanden, zeigen einerseits den Bezug zum verehrten Lehrer Arnold Schönberg und der neu entdeckten Technik des Komponierens mit zwölf Tönen, andererseits die Überwindung und die Abkehr von den ästhetischen Positionen des Lehrers. Auch in der Wahl der komisch, absurden Texte Christian Morgensterns zeigt sich Eislers distanzierte Haltung. Eine Auswahl von Liedern, die die stilistische Vielfalt Eislers zeigt, beschließt den ersten Teil. Der zweite Teil des Konzerts ist einem anderen Schwerpunkt gewidmet: der Filmmusik. Im Zusammenhang mit einem groß angelegten Projekt über das Komponieren von Filmmusik im 20. Jahrhundert entstand 1941 im amerikanischen Exil das Kammermusikwerk 14 Arten, den Regen zu beschreiben. Das Werk, Arnold Schönberg zum 70. Geburtstag gewidmet, wird als Instrumentalmusik und als Filmmusik zum Stummfilm Regen (1926, Regisseur Joris Ivens) aufgeführt.

 

Gefördert durch:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
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Carte Blanche

03.09.2011

Improvisationen

Ursula Weiler > Flöten
Daniel Göritz > Gitarre
Matthias Bauer > Kontrabass
Dominic Oelze > Percussion

 

Gefördert durch:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

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